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Ausstellungen

Kitsch in der Mühle - Ansichtskarten um 1900

Kitsch in der Mühle - Ansichtskarten um 1900

Wechselausstellung

bis auf weiteres jeden 1. und 3. Sa im Monat von 14 bis 17 Uhr oder auf Anfrage


Die kleine Ausstellung im Gang des Ortsmuseums Mühle zeigt mehrheitlich Glückwunschkarten um 1900 zu den Themen Ostern, Weihnachten, Neujahr; Glückwünsche zum Geburtstag, zum freudigen Ereignis oder zur Liebe. Es kann auch tierisch und patriotisch werden oder für Produkte und Landschaften geworben werden. Einfach schööön kitschig und oft zum Schmunzeln. (Weitere Ansichtskarten um 1900 in der Ausstellung „Unterwegs!“ in der Burg Maur.)

Salomon Landolt und seine Malerfreunde

Ludwig Hess - Malerbuch
Wechselausstellung

18. November 2018 bis Ende Dezember 2019


Salomon-Kabinett und Gang Kunstkammer in der Burg
Burgstrasse 8

In einer der spannungsreichsten Zeiten der politischen Umwälzung in der Schweizer Geschichte findet Salomon Landolt(1741-1818) in der Malerei Entspannung. So schildert David Hess über den 60-Jährigen: «… in ruhiger innerer Anschauung blühten, nebst Erinnerungen aus früherer Vergangenheit, alle die Bilder, welche seine Phantasie vorzüglich im Gewühle der jüngsten Ereignisse scharf aufgefaßt und treu bewahrt hatte, verjüngt wieder auf, spiegelten sich in dem heitern Glanze seines besänftigten Gemüthes, wie des Lebens wechselnde Erscheinungen auf der klaren Fläche eines Sees, wenn der Sturm vorübergezogen ist … ».

Der Maler: «Der biedere, als Regent und Soldat originelle, in hinterlassenen Kunstarbeiten und überlieferten Einfällen und Charakterzügen fortlebende Salomon Landolt von Zürich», wie die Schweizerische Monatschronik vom Dezember 1818 den Verstorbenen in Erinnerung ruft, hat zeitlebens gezeichnet und gemalt. Man kennt vom Fünfzig- bis Siebenundsiebzigjährigen ein halbes hundert Gemälde, datiert von 1789 bis 1817, als grossformatige Landschaftskompositionen meist in Gouachetechnik auf Papier, ungefirnisst in dichter Farbigkeit leuchtend, militärisch mit Scharmützeln, Feldwachen und Jagdszenen staffiert. Die vorwiegend in Zürcher Privatbesitz erhaltenen Werke bezeugen, was der Oberst beim Reiten durch die heimischen Gegenden im Frühnebel oder Abendrot mit seinem hochsensiblen Farbensinn erlebt hat, am Rhein, an der Thur, an der Töss, an der Sihl: «Seine Studierstube war die weite Natur, in Feld und Wald, auf flüchtigem Gaul», wie David Hess 1820 befand.

Das Salomon-Kabinett der Kunstkammer in der Burg zeigt im Original bedeutende Landschaftsbilder von Salomon Gessner und Salomon Landolt in ständiger Ausstellung. Eine neue Präsentation ergänzt die eindrucksvolle Zusammenstellung mit Werken von jüngeren Zürcher Künstlern, die von Salomon Landolt gefördert worden sind. Zu diesen Malerfreunden, alle Mitglieder der von Landolt 1787 mitbegründeten Zürcher Künstlergesellschaft, gehörten Johann Heinrich Lips, Ludwig Hess, Johann Martin Usteri, Conrad Gessner und David Hess, später Verfasser von Landolts Lebensbeschreibung.

Das Projekt Salomon Landolt 1741 - 1818

Unterwegs! Allerlei Gründe zum Reisen

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Teilausstellung (Kunstkammer I & II)

bis Ende Mai 2019, jeden 1. und 3. Sa im Monat von 14 bis 17 Uhr oder auf Anfrage


Es wird heute viel gereist, wir sind mehr denn je unterwegs. Pendler und Migranten, Pilger und Kulturkonsumenten, Businessleute und Kongresstouristen, Urlauber und Reiseführer zu Destinationen in aller Welt, zu Fuss, motorisiert, zu Schiff und im Flug – die Mobilität ist zum Massenphänomen geworden. Wer unterwegs ist, erweitert sein Weltbild, und wer das will, muss reisen: «Ergründe kühn das Leben, vergiss nicht in der Zeit, dass mit verborgnen Stäben misst die Unendlichkeit!» Die Strophe aus Gottfried Kellers Cantate zum 60jährigen Jubiläum der Hochschule Zürich von 1883 besagt, dass es auf unserer Lebensreise nicht darauf ankommt, wie viele Kilometer wir zurückgelegt haben, dass vielmehr die inneren Dimensionen zählen, die wir beim Reisen durchmessen und erleben. Sie bildet gleichsam das Motto der Ausstellung.

Die Ausstellung in der Kunstkammer zeigt seltene Bilddokumente aus dem 17. bis 21. Jahrhundert zu Alpenreisen, Badereisen, Bildungsreisen, Forschungsreisen, Hochzeitsreisen, Schweizerreisen, Sensationstourismus, Reisen aus Kriegsgründen, Flüchtlinge und Voyages pittoresques. Zwölf prachtvolle Ansichten aus einer berühmten Reise von 1802, entlang dem Lauf der Birs von der Quelle zur Mündung, verdeutlichen den Lauf einer Lebensreise. Man begegnet auch Pendlerströmen und exotischen Ferienzielen und kommt mit Photochrom um die Welt. Die Auslage von Ansichtspostkarten der Jahrhundertwende um 1900 vermittelt Grüsse aus vielen Destinationen und eine Ahnung von den Fortbewegungsmitteln in früheren Zeiten, vom Pferd über die Eisenbahn und das Automobil bis zum Zeppelin. Der illustrierte Reisebericht von Maurmer Schulkindern über ihren Ausflug zur Taminaschlucht 1946 kann integral eingesehen werden. In einer neuen Präsentation veranschaulichen die Guckkastenbilder des 18. Jahrhunderts in der Herrliberger-Sammlung die damalige Wahrnehmung der weiten Welt.

Flyer zur Ausstellung

Unterwegs! mit Angelika Maass


Verlagswerk von David Herrliberger

Bild der Ausstellung
permanent

Herrliberger-Sammlung
Burgstrasse 8

Die Herrliberger-Sammlung in der Burg ist als kulturgeschichtliches Museum im Kanton Zürich einzigartig. Die Ausstellung zeigt im zweiten Stock der Burg in ständiger Präsentation wesentliche Teile des Gesamtwerks von David Herrliberger. Die Schausammlung wurde 1976 eröffnet und seither mehrmals verändert, zuletzt 2006 neu eingerichtet. Ausführliche Texte zu den Exponaten beleuchten Herrlibergers Persönlichkeit und erläutern das Umfeld seiner Unternehmungen. Besonders gewürdigt werden Bernard Picart und die Ceremonien, Herrlibergers Topographie mit den daran beteiligten Künstlern, die Kaufrufe sowie das Wirken des Gerichtsherrn. Der Betrachter gewinnt Einblick in die Verlags­produktion eines Bildermachers im Zeitalter der Aufklärung, der als Alleinunternehmer in seinem Jahrhundert herausragt.



Salomon Landolt (1741–1818) und Salomon Gessner (1730–1788)

Bild der Ausstellung
permanent

Salomon-Kabinett
Burgstrasse 8

Im Salomon-Kabinett sind Kunstwerke von Salomon Landolt (1741–1818), dem Scharfschützenoberst und legendären Landvogt von Greifensee, und von Salomon Gessner (1730–1788), dem berühmten Buchverleger, Dichter und Maler der Idylle, ständig ausgestellt. Zwei miteinander befreundete Persönlichkeiten, die zu den bedeutendsten Gestalten unter den nichtprofessionellen Zürcher Künstlern des 16.–20. Jahrhunderts gehören, treten eindrucksvoll in Erscheinung.

Gemälde von Hermann Hinderling

Maur um 1900
permanent

Mühle Maur, Pétua-Zimmer
Burgstrasse 13

Drei Gemälde (und weitere Beispiele in einer Dokumentation aufliegend) des in Maur aufgewachsenen Genre- und Historienmalers mit Ausbildung an der Ecole nationale et spéciale des Beaux-Arts in Paris. Sein Gemälde Das einzige Kind, die Darstellung eines verzweifelten Vaters, der den toten Sohn betrauert, wurde an der Weltausstellung in Paris 1900 mit einer Medaille ausgezeichnet (1928 im Eigentum des Erziehungsdepartements Basel-Stadt).

Zeitungsartikel „Ostschweiz am Sonntag vom 19.4.2015

Léon und Jeanne Pétua in der Mühle Maur

Marie Pétua
permanent

Mühle Maur, Pétua-Zimmer
Burgstrasse 13

Eine Auswahl von Gemälden aus dem Nachlass der Marie Treichler-Pétua zum Andenken an das künstlerische Schaffen von Vater Léon Pétua und Schwester Jeanne Pétua



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