Ausstellungen
Maurmer Kirchen-Geschichten. Fünfhundert Jahre Kirche Maur
Kunstkammer in der Burg
Burgstrasse 8
Maurmer Kirchen-Geschichten bringen alte Zeiten zu lebendiger Gegenwart. Die 1507–1512 erbaute Kirche von Maur wurde 1511 geweiht. Im Grundriss sind frühmittelalterliche und romanische Vorgängerbauten zu sehen, einige Ansichten zeigen die Veränderungen der Jahrhunderte am spätgotischen Gebäude. Die bedeutendsten Zeugnisse damaliger Kunst am Bau, die Flachschnitzdecke und der Glasgemäldezyklus mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis in deutscher Sprache, kommen zur Anschauung. Ein 1504 gedrucktes Missale für das Bistum Konstanz und wertvolle Manuskripte aus dem Archiv der Kirchgemeinde, wie die Pergamenturkunde der Fraumünsterabtei Zürich von 1501 zum ersten Pfarrhaus oder die erste erhaltene Kirchengutsrechnung für das Jahr 1571, beleuchten die besonderen Verhältnisse einer fernen Vergangenheit. Man überblickt eine aufschlussreiche Folge aller bekannten Leutpriester und Pfarrherren vom 12. zum 21. Jahrhundert. Abendmahlsgeräte, ehrwürdige Holzbecher und Zinnkannen aus dem 18. Jahrhundert, seltsame Rechtsaltertümer wie obrigkeitliche Mandate, Strafurteile oder der sprichwörtliche Klotz am Bein können im Original bewundert werden. Mit vielen aufschlussreichen Texten bieten die Maurmer Kirchen-Geschichten jedem Besucher etwas und bleiben unvergesslich in Erinnerung.
Vernissage 17. März 2011
Präsentation zur Flachschnitzdecke von Gaby Weber, lic. phil.,
vom 22. Juni 2011
Ausstellungs-CD mit sämtlichen Texten und Bildern erhältlich
Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom 18. März 2011
Maur um 1900: So lebte man im Dorf
Treichler-Stube Mühle Maur
Burgstrasse 13
Das Gemälde von Maur regt die Fantasie an und lässt eine interessante Ausstellung über das Dorf entstehen. Die Herrliberger-Sammlung konnte im Jahr 2008 ein Landschaftsgemälde mit Blick auf Maur am Greifensee erwerben. Das Bild zeigt unser Dorf, wie es vor über hundert Jahren ausgesehen hat. Der Künstler, Hermann Hinderling (1853–1936) von Maur, datierte sein vollendetes Werk am 27. Juli 1898. Im Dorfbild sind mehr als vierzig Firste von Maurmer Gebäuden, davon dreissig klar erkennbar dargestellt. Ausstellung zeigt in Wort und Bild, wie es in Maur um 1900 wirklich war. Dabei werden markante Typen von Wohnhäusern mit ihren Funktionen in verschiedenen Zeiten, einst und jetzt, zur Anschauung gebracht. Historische Fotografien aus dem Archiv Ortsgeschichte sind mit neuen Aufnahmen aus unserer Zeit in spannungsvollem Gegensatz zu betrachten.
Verlagswerk von David Herrliberger
Herrliberger-Sammlung
Burgstrasse 8
Die Herrliberger-Sammlung in der Burg ist als kulturgeschichtliches Museum im Kanton Zürich einzigartig. Die Ausstellung zeigt im zweiten Stock der Burg in ständiger Präsentation wesentliche Teile des Gesamtwerks von David Herrliberger. Die Schausammlung wurde 1976 eröffnet und seither mehrmals verändert, zuletzt 2006 neu eingerichtet. Ausführliche Texte zu den Exponaten beleuchten Herrlibergers Persönlichkeit und erläutern das Umfeld seiner Unternehmungen. Besonders gewürdigt werden Bernard Picart und die Ceremonien, Herrlibergers Topographie mit den daran beteiligten Künstlern, die Kaufrufe sowie das Wirken des Gerichtsherrn. Der Betrachter gewinnt Einblick in die Verlagsproduktion eines Bildermachers im Zeitalter der Aufklärung, der als Alleinunternehmer in seinem Jahrhundert herausragt.
Salomon Landolt (1741–1818) und Salomon Gessner (1730–1788)
Salomon-Kabinett
Burgstrasse 8
Im Salomon-Kabinett sind Kunstwerke von Salomon Landolt (1741–1818), dem Scharfschützenoberst und legendären Landvogt von Greifensee, und von Salomon Gessner (1730–1788), dem berühmten Buchverleger, Dichter und Maler der Idylle, ständig ausgestellt. Zwei miteinander befreundete Persönlichkeiten, die zu den bedeutendsten Gestalten unter den nichtprofessionellen Zürcher Künstlern des 16.–20. Jahrhunderts gehören, treten eindrucksvoll in Erscheinung.
Léon und Jeanne Pétua in der Mühle Maur
Mühle Maur, Pétua-Zimmer
Burgstrasse 13
Eine Auswahl von Gemälden aus dem Nachlass der Marie Treichler-Pétua zum Andenken an das künstlerische Schaffen von Vater Léon Pétua und Schwester Jeanne Pétua