Burg Maur
Herrliberger-Sammlung
Umfasst Druckgraphik und Verlagswerke des Zürcher Kupferstechers und
Buchverlegers David Herrliberger (1697–1777), der als letzter Gerichtsherr
von Maur 1749–1777 in der Burg residierte, und weitere Erzeugnisse von
Zürcher Buchdruck, Buchillustration und Druckgraphik des 16. bis 19.
Jahrhunderts. Der Grundbestand aus der Sammlung von Werner Suter (Maur)
wurde 1972 von der Gemeinde Maur erworben, seitdem durch weitere Ankäufe
und Schenkungen ausgebaut. Herrlibergers wichtigste landes- und volkskundlichen
Werke, unter denen drei Folgen mit Ansichten von Zürcher Burgen und Schlössern
und die 1749–1751 publizierten Zürcherischen Ausrufer hervorragen, sind seit
1976 in der Burg Maur permanent ausgestellt. Die Schausammlung wurde im Jahr
2006 neu eingerichtet.
Salomon-Kabinett
Gezeigt werden Gemälde und Porträts von Oberst Salomon Landolt (1741–1818),
dem Gründer des Zürcherischen Jägercorps von Scharfschützen und legendären
Landvogt von Greifensee 1780–1786, sowie Zeichnungen und Buchillustration
von Salomon Gessner (1730–1788), dem berühmten Dichter und Maler der Idylle.
Die Kunstwerke und Dokumente sind seit 2004 in der Burg Maur permanent ausgestellt.
Kunstkammer in der Burg
Eingerichtet für Wechselausstellungen in der Burg Maur seit 2004. Die aktuelle
Ausstellung wird jährlich von anfangs Oktober bis anfangs September im folgenden Jahr gezeigt.
Burgkeller
Im oberen Burgkeller befindet sich das Epitaph des Gerichtsherrn Johann Rudolf
Kramer (1640–1705), vormals Wanddenkmal in der Kirche Maur, seit 1975 in der
Burg Maur.
Der untere Burgkeller enthält seit 1991 eine Kupferstecher-Werkstatt
mit Kupferdruck-Walzenpresse und seit 2004 eine von der Gilde Gutenberg
eingerichtete Buchdruck-Werkstatt mit Tiegeldruckpresse und Bleisatz-Typenvorrat.
Die beiden Druckverfahren für Bild und Text werden bei aktuellen
Veranstaltungen demonstriert.