Ausstellungen
Ausstellung auf dem Schiff Wer ist dieser David Herrliberger?
Sonntag, 10. April 2011, 1117 Uhr
Die Herrliberger-Sammlung stellt sich vor.
Mit Restaurationsmöglichkeit auf dem Schiff.
Das Motorschiff David Herrliberger
Wer ist dieser David Herrliberger?
Ausstellungen in der Herrliberger-Sammlung und der Kunstkammer
Bilder mit Sinn! Buchillustration aus sieben Jahrhunderten
verlängert bis Februar 2011
Kunstkammer in der Burg
Burgstrasse 8
Warum wird seit 1595 jede Sammlung geographischer Karten in Buchform als Atlas bezeichnet? Wieso wurde Luther für seine Tischreden 1567 im Gebet gezeigt? Weshalb sollten Vesals Muskel- und Knochenmänner 1543 wie lebendig dargestellt werden? Warum lacht Münchhausen auf der Kanonenkugel? Wieso erschaut jener berühmte Wanderer, der das Himmelszelt durchbricht, bloss Illusionen? Und wo treten die sieben Zwerge bei Schneewittchens Hochzeit als weise Hofnarren in Erscheinung? Die Buchillustration stellt solche Fragen und gibt Antworten im Zusammenhang mit dem Text. Die Ausstellung veranschaulicht mit epochalen Beispielen die Gedankentiefe der Buchillustration, vorwiegend Schwarzweisskunst, die in solcher Konzentration und Dichte selten zur Anschauung gelangt. Sie umfasst 69 Exponate von 1460 bis 2007 aus Weltliteratur, Wissenschaft und Presse, reproduktionstechnisch mit Hoch-, Tief- und Flachdruck sowie optisch-mechanischen Druckverfahren.
Ausstellungs-CD erhältlich
Ausstellung Bilder Jan Leiser
Burgkeller und Druckwerkstatt
Burgstrasse 8
Der Radierer und Kupferdrucker Jan Leiser stellt im Burgkeller seine Werke aus. Die in manueller Drucktechnik gefertigten Bilder, wie Radierung, Aquatinta, Linolschnitt in Farbe oder schwarz-(rot)-weiss sind während unserer Öffnungszeiten bis November 2010 zu besichtigen. Die Bilder sind beim Künstler zu erwerben.
Wichtig: Anstelle einer Vernissage laden wir mit Apéro und Cello (Dominik Bützberger) zur Finissage ein am Samstag, 6. November von 14 - 17 Uhr. Der Künstler ist anwesend und demonstriert den Kupferdruck.
Wunderwelt der Druckgraphik. Bildnis Abbild Kunstgebilde
Kunstkammer in der Burg
Burgstrasse 8
Der Bilderdruck ist eine Wunderwelt von Linien und Flächen, Formen und Farben. Seit sechs Jahrhunderten werden Zeichen und aktuelle Botschaften durch Gebrauchsgraphik vermittelt, bedeutende ikonographische Themen in der Meistergraphik veranschaulicht, Sachverhalte des Wissens und Sinngehalte in Buchillustrationen dargestellt. WUNDERWELT DER DRUCKGRAPHIK präsentiert Menschen im Bildnis als Wesensausdruck der Persönlichkeit, volkstypische Ganzfiguren im naturalistischen Abbild als Wirklichkeitsillusion und die abstrakte Schönheit von Kunstgebilden als das Werk schöpferischen Gestaltens.
In 90 Exponaten werden Erscheinungsweisen der manuellen druckgraphischen Techniken vom 15. zum 20. Jahrhundert beispielhaft vorgeführt, vom Buchholzschnitt aus der Frühzeit der Schwarzweisskunst bis zum grossformatigen Mehrfarbendruck der Moderne; vor allem der Tiefdruck ist mit 59 Blättern und 17 Metallplatten dokumentiert. Die Vielfalt der Ausdrucksformen zeigt in spannungsvollen Kontrasten, was alles in Linien- und Flächentechnik auf Papier druckgraphisch möglich ist.
Ausrufer Marktschreier Strassenhändler weltweit im Bild
ca. 1250 Besucher
Kunstkammer in der Burg
Burgstrasse 8
Die europäische Ausrufergraphik dokumentiert vom 17. zum 19. Jahrhundert das Alltagsleben der Städte. Was auch immer zu verkaufen war, ob Steckenpferde in London oder Orangen in Paris, Branntwein in Rom oder Fische und Kaviar in St. Petersburg, wurde von ambulanten Händlern auf Gassen und Plätzen lautstark ausgerufen. Zahlreiche druckgraphische Zyklen überliefern ihre Erscheinungsformen und Kaufrufe, in Arbeit von Leuten auf den untersten Stufen der sozialen Rangordnung, der Milchmädchen und Lumpensammlerinnen, des Kesselflickers, des Drehleiermanns oder des Guckkästners, anschaulich abgebildet. Die Ausstellung stellt originalen Zeugnissen dieser frühen Reklame, die den Raum akustisch erfüllte, Beispiele aus der Produktewerbung der Moderne gegenüber, die mit optischen Exklamationen spielt. Im Zentrum stehen Ausruferfiguren von David Herrliberger, welche die Bildgattung als einziger Beitrag der Schweiz im 18. Jahrhundert mit Kaufrufen in Zürcher und Basler Mundart vertreten. Als Rarität werden Inkunabeln der japanischen Photographie gezeigt, handkolorierte Aufnahmen von Zeitungsausrufern und Saketrinkern in Yokohama um 1875.
Vom Standpunkt des Zeichners. Reisen durch die Schweiz mit Matthaeus Merian, David Herrliberger und Godi Leiser
1443 Besucher
Kunstkammer in der Burg
Burgstrasse 8
Die Ausstellung zeigt vierundzwanzig topographische Schweizer Ansichten, welche Godi Leiser in den Jahren 19661990 gezeichnet hat, in Gegenüberstellung zu entsprechenden Ortsansichten in der Topographie der Eydgnoßschaft von David Herrliberger 17541770. Die Dualität des gleichen Bildgegenstands einst und jetzt, in zwei Sehweisen von meist unterschiedlichen Standpunkten, ergibt spannungsvolle Kontraste. Mit sechs weiteren Veduten von Matthaeus Merian d. Ä. aus den Jahren 16351642 wird der Ahnherr der topographischen Schweizer Ansicht vorgestellt. So erlebt man den Gang durch die Ausstellung wie eine Reise durch die Schweiz in die Vergangenheit.
Buchdruck Bilderlust Blütezeit!
1205 Besucher
Kunstkammer in der Burg
Burgstrasse 8
In der neu eingerichteten Kunstkammer in der Burg sind erstmals bedeutende Kernstücke aus einer Zürcher Privatsammlung zu sehen, die zur Ergänzung der Herrliberger-Sammlung von der Gemeinde Maur 2003 erworben worden ist. Mit Büchern und Bildern des 16. bis 18. Jahrhunderts werden Höhepunkte der wissenschaftlichen Illustration und Marksteine der topographischen Landeskunde vorgestellt. Man gewinnt Einblick in Gedanken, welche die Welt bewegten, bewundert grundlegende Leistungen der Naturerkenntnis und wird durch wundersame Gebilde der Geistesgeschichte berührt.
Die Kunst des Briefschreibens.
Autographen von David Herrliberger und Salomon Gessner
Herrliberger-Sammlung
Burgstrasse 8
Die drei Autographen von 1756, 1757 und 1766, davon zwei als Leihgaben aus Privatbesitz, sind Privat- und Geschäftsbriefe, in denen sich die Persönlichkeit des Autors in einer besonderen Weise unmittelbar kundgibt. Eine Transkription bringt den Inhalt der nicht leicht lesbaren Handschrift verständlich vor Augen, ein ausführlicher Kommentar erläutert das persönliche und zeitgeschichtliche Umfeld.
Deutsche Bibeln vor Luther und Zürcher Bibeln
1390 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben der Zentralbibliothek Zürich und aus Privatbesitz.
Die Buchillustration der Inkunabelzeit, des frühesten europäischen
Buchdrucks bis und mit 1500, trat zuerst und vor allem als Bibelillustration
in Erscheinung. Dabei wurde nicht die lateinische Bibel, sondern ihre
Übersetzung favorisiert. Von 1466 bis zur Luther-Übersetzung 1522 wurden
18 deutsche Bibeln gedruckt, bis auf die beiden ersten (von 1475 an) alle mit
Holzschnitten illustriert. Die Ausstellung zeigte zahlreiche Beispiele, zudem
einige spätere Zürcher Bibeln und Bildentwürfe zur Zürcher Bibelillustration des
17. und 18. Jahrhunderts.
Sensation Photochrom. Reise um die Welt mit hundert Photographien vor hundert Jahren
1003 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben der Zentralbibliothek Zürich.
Die 1888 von Orell Füssli patentierte Zürcher Erfindung des
lithographischen Drucks von farbig getönten Photographien war kommerziell
bis zum Ersten Weltkrieg ausserordentlich erfolgreich. Der Photochromdruck
ermöglichte auch eine Anzahl von hochwertigen Faksimilereproduktionen. Die
attraktive Schau von Städteansichten und Landschaftsbildern der Belle Epoque,
von 1893 bis 1912, wurde daher durch einige hervorragende Gemäldewiedergaben
der Graphischen Anstalt J. E. Wolfensberger AG ergänzt.
Ha! Qual Paradiso Der neue Blick auf alte Zürcher Ansichten
1116 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben der Zentralbibliothek Zürich.
Mit dieser Ausstellung wurde der Öffentlichkeit zum ersten Mal seit
Jahrzehnten ein Bestand von Zürcher Ansichten in repräsentativer Auswahl
vorgestellt. 76 Exponate von 1540 bis 1875 dokumentierten Veränderungen
im Siedlungsbild, veranschaulichten den im 18. Jahrhundert entdeckten
Erlebniswert des Zürichsees, stellten den Rheinfall spektakulär vor Augen,
faszinierten durch die Darstellung von Naturerscheinungen und festlichen
Ereignissen. Sie machten sowohl die geographische Vielfalt der Zürcher
Landschaft als auch die Spannweite der Sehweisen zwischen Kartographie
und Kunst sichtbar.
Hans Erhard Escher (16561689)
516 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben der Zentralbibliothek Zürich und aus Privatbesitz.
Die Ausstellung vereinigte die Neuerwerbung von Eschers Monographie des
Zürichsees (1692) und eines Neudrucks der darin befindlichen Zürichseekarte
von der Originalplatte mit Leihgaben von 15 Aquarellen, in denen der
vielseitig begabte Zürcher Junker präparierte Vögel und Herrschaftssitze
seiner Ahnen leuchtkräftig verewigt hat. Einige der erst im 20. Jahrhundert
wiederentdeckten topographischen Darstellungen waren 1740 von Herrliberger
als Vorlage für seine eigenen verwendet worden.
Druckgraphik, Zeichnungen, Aquarelle, Bücher des 18. und 19. Jahrhunderts meist von Zürchern
109 Besucher
Mühle Maur
Burgstrasse 13
Mit Leihgaben aus Privatbesitz.
Diese Präsentation, wie die früheren aus dem Privatbesitz des Begründers
der Herrliberger-Sammlung, gab Einblick in die bedeutungsvolle
Verlagsproduktion von Zürcher Zeitgenossen des Maurmer Gerichtsherrn und
seiner Nachfolger, vor allem in den Bereichen Buchillustration und
topographische Landschaftskunst. Gezeigt wurde auch ein Sammelband mit
einem bisher unbekannten Verlagswerk von Herrliberger, der als Neuerwerbung
in die Herrliberger-Sammlung gelangte.
Salomon Gessner: Der malende Dichter
772 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben aus dem Kunsthaus Zürich, dem Schweizerischen
Landesmuseum Zürich, der Graphischen Sammlung der ETH Zürich,
der Zentralbibliothek Zürich sowie der Gottfried Keller-Stiftung.
Eine der strahlendsten Erscheinungen im Zürcher Geistesleben des 18.
Jahrhunderts wurde hier, zum ersten Mal wieder seit der Ausstellung in
Zürich 1982, in reicher Werkauswahl zur Kenntnis gebracht. Unter anderem
waren 19 Gouachegemälde und 44 Druckschriften Gessners aus dem eigenen Verlag
zu sehen, meist Erstausgaben, worin der Dichter auch als Illustrator und
Buchgestalter spricht. Man begegnete einem nichtprofessionellen, doch
ungewöhnlich stilsicheren Künstler, der dem Traum von beseelter Natur
souverän Ausdruck gab.
Altzürcherische Graphik
115 Besucher
Mühle Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben aus Privatbesitz.
Diese Präsentation, aus demselben Fundus wie die vorigen, setzte sich zum
Ziel, die historischen Grundlagen von Herrlibergers Wirken in der Zürcher
Druckgraphik und Buchillustration seit dem 16. Jahrhundert zu verdeutlichen.
Zürcher Neujahrsblätter aus vier Jahrhunderten
Über 300 Besucher
Burg und Mühle Maur
Burgstrasse 8 und 13
Kräuterbücher aus mehreren Jahrhunderten
Schweizer Panoramen
Der tanzende Tod: Totentänze aus sechs Jahrhunderten
Vier Präsentationen mit Leihgaben aus Privatbesitz.
Diese Präsentationen von qualitativ hochstehenden Leihgaben aus dem
Privatbesitz des Begründers der Herrliberger-Sammlung dienten dazu, die
Öffentlichkeit für ein erweitertes Angebot ausserhalb des Kernbereichs
Herrliberger und 18. Jahrhunderts zu sensibilisieren. Sie haben letztlich
zur seitdem erfolgten Öffnung und Festigung des traditionellen Sammlungsprofils
der Museen Maur geführt.
David Herrliberger in seiner Zeit
Rund 800 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Zum Gedenken an den 300. Geburtstag von David Herrliberger
(16971777). Mit Leihgaben der Zentralbibliothek Zürich,
des Schweizerischen Landesmuseums Zürich und der Graphischen
Sammlung der ETH Zürich.
Die Gedenkausstellung vergegenwärtigte mit 150 Exponaten Herrlibergers
Persönlichkeit und präsentierte seine Werke an dem Ort, wo der bedeutende
Zürcher Kupferstecher und letzte Gerichtsherr von Maur ein Vierteljahrhundert
lang gelebt und gewirkt hat. Mit Kostbarkeiten aus der Zürcher
Verlagsproduktion des 18. Jahrhunderts, Porträts von Zeitgenossen und markanten
Beispielen der topographischen Landschaftskunst wurde das kulturelle Umfeld
beleuchtet. Man erhielt Einblick in die damaligen Zustände der
Gerichtsherrschaft Maur. Ein neuangefertigtes Modell gibt seitdem eine
Vorstellung, wie die Burg Maur zu Herrlibergers Zeit ausgesehen hat.
75 Jahre Godi Leiser
504 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben des Künstlers.
Die von der Kulturkommission Maur veranstaltete Ausstellung zeigte das
zeichnerische Lebenswerk des in Maur lebenden Künstlers in einem umfassenden
Überblick, von Jugend- und Frühwerken über die berühmten Panoramen der 1960er-
bis 1980er-Jahre zu Bleistift- und Federzeichnungen aus neuerer Zeit.
Gedruckte Schrift gedrucktes Bild: Buchkunst von Gutenberg bis 1520
1007 Besucher
Burg Maur
Burgstrasse 8
Mit Leihgaben aus Privatbesitz.
Die Ausstellung veranschaulichte mit rund 120 Exponaten aus Privatbesitz
wesentliche Bildinhalte von Buchholzschnitten des späten 15. und frühen 16.
Jahrhunderts. Besondere Schwerpunkte waren Stadtansichten, Heilkräuter in
Herbarien und die Illustration deutscher Bibeln vor Luther.