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Die Mühle/Sagi von Maur
Museum
Ortsmuseum Mühle
Umfasst Kulturgut zur Lokal- und Regionalgeschichte mit Gebrauchsgegenständen aus Handwerk und Landwirtschaft, Mobiliar und wertvollem Hausrat. Besondere Schwerpunkte sind Textilverarbeitung, Mühlegewerbe, Schusterhandwerk. Teile dieser einzigen öffentlichen Sammlung von landwirtschaftlichen Geräten im Bezirk Uster sind seit 1980 in der Burg Maur und seit 1988 in der Mühle Maur permanent ausgestellt. Bilder und Skizzen aus dem Nachlass des Winterthurer Malers Leon Pétua (1846–1920) sind im Pétua-Zimmer permanent ausgestellt.
Sagi Maur
Sägerei von 1778. Das Gebäude wurde 1976 instandgestellt, das oberschlächtige Wasserrad 1977–1980 rekonstruiert. Die seit 1991 funktionsfähige Sagi Maur wird seit 2002 anlässlich des Schweizer Mühlentags jeweils im Mai demonstriert.
Geschichte
Mühle
Seit Mitte des 12. Jahrhunderts Eigentum der Meier von Maur, seit 1306 der Fraumünsterabtei in Zürich, nach 1450 in verschiedenen Händen. Der bestehende Neubau von 1701 wurde vom Zimmermann Junghans Vontobel für den Müller Bernhard Zollinger errichtet, auf der Vorderpfette mit der ältesten erhaltenen Bauinschrift der Gemeinde Maur (1988 rekonstruiert). Der Mühletrakt wurde 1822 umgebaut, der Mühlebetrieb um 1900 eingestellt und das Wasserrad 1912 abgebrochen. Die Mühle ist seit 1971 Eigentum der Gemeinde Maur. Renovation 1987/88. Seit 1988 befindet sich hier ein Teil des Ortsmuseums Mühle in permanenter Ausstellung.
Sagi
Die 1569 erstmals urkundlich erwähnte Sägerei gegenüber der Mühle wird durch Wasserzufuhr vom Mühleweiher betrieben. Nach der Überschwemmungskatastrophe vom 8. Juli 1778 wurde ein Neubau als offenes Fachwerk auf Sockelmauerwerk errichtet. Seit den 1920er-Jahren erfolgte der Antrieb elektrisch. Der Wasserkanal vom Mühleweiher wurde 1935 abgebrochen, der Sägereibetrieb 1961 eingestellt. Das Gebäude, seit 1971 Eigentum der Gemeinde Maur, wurde 1976 durch Mitglieder des Gewerbevereins Maur instandgestellt, das oberschlächtige Wasserrad 1977-1980 rekonstruiert, der Kanal 1983 wiederhergestellt. Das Wasserrad wird mit Wasser aus dem Mühleweiher (hinter der Mühle Maur) versorgt. Die Sagi Maur ist seit 1991 funktionsfähig und wird seit 2002 anlässlich des Schweizer Mühlentags jeweils im Mai demonstriert.
Technische Daten
Zweistelziges Einfachgatter. Übersetzung durch Zahnräder aus Holz/Eisen, Welle, Pulli, Lederriemen. Antrieb durch Wasser mit elektrischer Hilfe. Oberschlächtiges Wasserrad aus Holz mit 5 m Durchmesser, 32 Schaufeln aus Lärchenholz. 1 Umdrehung = 27 Hübe-Gatter.